Steuertipps

Steuertipp: Einmal Steuererklärung – immer Steuererklärung?

Ist die Abgabe einer Steuererklärung stets freiwillig?

Grundsätzlich wird in Deutschland zwischen zwei Arten der steuerlichen Veranlagung unterschieden: Der Pflichtveranlagung und der Antragsveranlagung.

Die Pflicht zur Steuererklärung besteht beispielsweise immer bei Selbständigen, damit das Finanzamt das zu versteuernde Einkommen ermitteln und die geschuldete Einkommensteuer bzw. etwaige weitere Steuerarten festsetzen kann.

Ebenfalls sind gemäß § 46 EStG auch bestimmte Angestellte zur Erklärung verpflichtet. Dies kann unter anderem gelten für:

  • Ehepaare mit doppelten Einkommen, die in die Steuerklassen III und V eingruppiert sind (sogenannter „Splittingtarif“)
  • Arbeitnehmer, die zeitgleich für mehrere verschiedene Arbeitgeber tätig waren
  • Arbeitnehmer mit Zusatzeinnahmen, die den Betrag von 410,00 Euro übersteigen
  • Bezieher von Lohnersatzleistungen wie Kranken- oder Elterngeld sowie Arbeitslosengeld
  • Steuerpflichtige, denen das Finanzamt einen Lohnsteuerfreibetrag eingeräumt hat

Für Personen, die nicht zur Steuererklärung verpflichtet sind, besteht trotzdem stets die Möglichkeit der freiwilligen Abgabe, auch wenn die Einkommensteuer durch die Abführung der Lohnsteuer als abgegolten gilt.

Weshalb sollte ich eine freiwillige Steuererklärung abgeben?

Oftmals ist die freiwillige Erklärung sogar sehr lohnenswert, beispielsweise bei Arbeitgeberwechsel mit verändertem Gehalt sowie größeren Distanzen zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte. Ebenfalls kann die freiwillige Erklärung in Jahren mit hoher finanzieller Belastung (z.B. auf dem Arbeitsweg entstandene Unfallkosten, nicht von der Krankenkasse gedeckte Arztrechnungen oder Weiterbildungsmaßnahmen) attraktiv sein.

Ohne Steuererklärung kann das Finanzamt oben genannte Werbungskosten, Sonderausgaben und sonstige absetzbare Ausgaben nicht zu Ihren Gunsten ansetzen.

Bin ich in den Folgejahren automatisch zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet?

Bei der Annahme, du seist bei einmaliger Abgabe einer Steuererklärung fortan hierzu verpflichtet, handelt es sich um den wohl am weitesten verbreiteten Irrtum hinsichtlich der Steuererklärung.

Steuerberater Mirko Bucksteeg: „Richtig ist, dass das Finanzamt einen möglicherweise im Folgejahr zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung auffordern wird. Dies geschieht jedoch meistens automatisiert und ist nicht verpflichtend. Das Einkommensteuergestz (EStG) sieht eine Pflicht zur Abgabe in den Folgejahren nicht vor.“

Dennoch kann es auch in den Folgejahren aus finanziellen Gründen ratsam sein, eine Steuererklärung abzugeben, um eine Erstattung vom Finanzamt zu erhalten.

Ob du eine Steuererklärung abgeben musst oder solltest, kann ein Steuerberater für dich prüfen

Ob du der Pflicht- oder Antragsveranlagung unterliegst, kann das Team von diesteuererstattung.de um Steuerberater Mirko Bucksteeg kurzfristig für dich prüfen. Lass uns deine Daten gerne über unser Formular zukommen. Wir prüfen dann zeitnah und unverbindlich für dich, ob du zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet bist und – falls nicht – ob sich eine freiwillige Erklärung dennoch finanziell lohnt. Solltest du dich anschließend für die Abgabe entscheiden, erstellen wir gerne deine Steuererklärung.

Bei Fragen wende dich gern auch über unser Kontaktformular oder telefonisch unter 040 60590575 an uns.

Steuertipp: Firmenwagen – lohnt sich das?

Der Firmenwagen gilt besonders in Deutschland noch immer als große Wertschätzung seitens des Arbeitgebers.

Zunächst klingt die Vorstellung äußerst lukrativ: Du als Arbeitnehmer verzichtest auf einen Teil deines Gehalts bzw. deines Bonus, darfst jedoch im Gegenzug ein vom Betrieb gestelltes Fahrzeug privat nutzen. Der Chef kommt für den Anschaffungspreis eines Fahrzeugs sowie Versicherung, Benzin, KFZ-Steuern, Reparaturen und Inspektionen auf. Weiterhin erfolgt die Organisation von Werkstattterminen und Ersatzwagen oftmals auch durch den Arbeitgeber. Dieser kann die genannten Kosten, die Wertminderungen des Fahrzeugs als Betriebsausgaben steuermindernd geltend machen. Außerdem wird dem Betrieb in der Regel die für den Wagen gezahlte Umsatzsteuer vom Finanzamt erstattet.

Steuerberater Mirko Bucksteeg: „In der Realität kann sich solch ein Benefit tatsächlich rechnen, es existiert aber auch eine Vielzahl von Fällen, in denen der Arbeitnehmer bei einer Firmenwagenregelung finanziell nicht profitiert. Der Grund hierfür liegt in der Besteuerung des zur Privatnutzung überlassenen Autos als geldwerten Vorteil.

Firmenwagen zur Privatnutzung – Geldwerter Vorteil

Bei der Berechnung deiner Einkommensteuer berücksichtigt das Finanzamt keinesfalls nur das arbeits- oder tarifvertraglich vorgesehene Bruttoentgelt als Einnahme. Gemäß § 8 Abs. 1 EStG sind Einnahmen sowohl Güter, die in Geld oder Geldeswert bestehen. Zu solch einem sogenannten „geldwerten Vorteil“ gehört selbstverständlich auch die Möglichkeit zur Privatnutzung eines Betriebsfahrzeugs. Wie wird der geldwerte Vorteil meines privat genutzten Firmenwagens bewertet?

Wie wird der geldwerte Vorteil meines privat genutzten Firmenwagens bewertet?

Für die Berechnung des entstandenen geldwerten Vorteils stehen zwei Varianten zur Verfügung:

1-%-Regelung (Grundsatz)

Das Finanzamt setzt den geldwerten Vorteil grundsätzlich monatlich mit einem Prozent vom Bruttolistenpreis des Fahrzeugs an. Hierbei wird stets der Neupreis des Autos herangezogen, auch wenn es sich um einen Gebrauchtwagen (z.B. Jahreswagen) handelt.

Beispiel: Du erhältst von deinem Arbeitgeber einen Firmenwagen, dessen Bruttolistenpreis ursprünglich 50.000 € betrug. Daher hast du monatlich einen Betrag von 500 € (1 % von 50.000 €) zu versteuern, pro Jahr ergibt dies 6.000 €.

Zusätzlich bewertet der Fiskus die Nutzung des Fahrzeugs für Wege zwischen Wohnung und Arbeitsort mit der sogenannten „0,03-Prozent-Regel“. Hierbei werden pro Monat und Entfernungskilometer zur Tätigkeitsstelle zusätzlich 0,03 Prozent des Bruttolistenpreises dem den pauschalen Satz der 1-%-Regelung hinzugerechnet.

Fährst du mit dem oben genannten Beispiel-Firmenwagen jeden Tag zur 25 km entfernten Arbeitsstätte, sind jährlich zusätzlich 4.500 € (0,03 % von 50.000 €, mal 25 km Entfernung, mal 12 Monate) zu versteuern.

Insgesamt ergibt sich demnach jährlich ein geldwerter Vorteil von 10.450 €, die du mit deinem persönlichen Steuersatz zu versteuern hast.

Bei der 0,03%-Regelung wird pauschal von 15 Arbeitstagen im Monat ausgegangen, an denen der Arbeitnehmer den Firmenwagen für private Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte nutzt. Dass dies unfair gegenüber allen Arbeitnehmern und verfassungswidrig ist, die das Fahrzeug an weniger als 15 Tagen monatlich nutzen, befand auch der Bundesfinanzhof. Seit dieser Entscheidung ist daher auch eine taggenaue Abrechnung möglich, und zwar mit 0,002% pro Entfernungskilometer pro Tag. Nutzt du deinen Firmenwagen also an weniger als 15 Tagen pro Monat für den Arbeitsweg, kann die 0,002%-Regelung die günstigste für dich sein.

Fahrtenbuch

Wer die oben erklärte 1-%-Regelung nicht nutzen möchte, dem steht offen, über sämtliche Fahrten mit dem Firmenwagen ein Fahrtenbuch zu führen. Der geldwerte Vorteil des Betriebs-KFZ wird dann anhand der tatsächlich privat gefahrenen Kilometer errechnet. Diese Berechnungsform kann insbesondere dann lohnenswert sein, wenn das KFZ nur geringfügig privat genutzt wird.

Vor Annahme eines Angebots für einen Firmenwagen geldwerten Vorteil berechnen lassen!

Je nach persönlichem Steuersatz, Bruttolistenpreis des Fahrzeugs und Entfernung zum Arbeitsort kann ein Firmenwagen lohnenswert oder nicht lukrativ sein. Die zu erwartenden Steuern solltest du gegebenenfalls unter Hinzuziehung eines Steuerberaters vor Abschluss einer diesbezüglichen Vereinbarung mit deinem Arbeitgeber prüfen lassen. Gerade Personen, die einen Großteil ihrer Arbeitszeit im Auto verbringen (z.B. Außendienstmitarbeiter), fahren regelmäßig hochpreisige Fahrzeuge. In diesen Fällen kann die Privatnutzung eines Firmenwagens rasch zu einer hohen Steuerlast führen. Gleiches gilt für Pendler mit vergleichsweise weitem Arbeitsweg.

diesteuererstattung.de – dein Ansprechpartner in Sachen Firmenwagen

Bei der ordnungsgemäßen Versteuerung deines Firmenwagens kann das Team von diesteuererstattung.de um Steuerberater Mirko Bucksteeg helfen. Wir erstellen allerdings nicht nur deine ordnungsgemäße Steuererklärung, sondern weisen dich auch gerne darauf hin, wenn der Wechsel zu einer anderen Berechnungsart für dich vorteilhaft wäre. Gerne beraten wir dich auch vor Abschluss einer Firmenwagen-Vereinbarung mit deinem Chef.

Gerne kannst du uns deine Daten über unser Formular zukommen lassen oder uns unter 040 605 905 75 anrufen. Dies ist für dich unverbindlich: Solltest du dich also zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden, unsere Hilfe doch nicht in Anspruch nehmen zu wollen, fallen für dich keine Kosten an und deine Daten werden vollständig gelöscht.

Steuertipp: Absetzbarkeit der Aufwendungen für eine Berufsausbildung

Das Absolvieren einer Berufsausbildung und/oder eines Studiums kann mitunter sehr kostspielig sein. Es fallen Kosten für Lehrbücher, Fahrten zur Ausbildungsstätte und Semesterbeiträge bzw. Studiengebühren an. Hinzu kommen bezahlte Prüfungsvorbereitungskurse (sogenanntes „Repetitorium“). Einige Berufsausbildungen (z.B. Physiotherapie) müssen in der Regel sogar vollständig privat finanziert werden. Mitunter laufen regelmäßig fünfstellige Beträge auf, die aufgewendet werden müssen, ehe jemand in seinen Wunschberuf eintreten kann.

Sind Kosten für Aus- und Weiterbildungen absetzbar?

Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen zählen zu den Werbungskosten, also Kosten, die zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung von Einnahmen dienen. Dabei ist es grundsätzlich möglich, dass die Ausgaben in einem Zeitraum erfolgen, in dem ihnen nur geringe oder gar keine steuerpflichtigen Einnahmen gegenüberstehen. Es wird in dieser Konstellation von „vorweggenommenen Werbungskosten“ gesprochen.

Wie das Wort „grundsätzlich“ bereits signalisiert, macht der Gesetzgeber hierbei eine Ausnahme: Die Kosten für eine Ausbildung sollen gemäß § 9 Abs. 6 EStG nur dann als Werbungskosten abziehbar sein, wenn der oder die Steuerpflichtige bereits eine Erstausbildung (Berufsausbildung oder Studium) abgeschlossen hat. Nur die Kosten für die Zweitausbildung gelten demnach als Werbungskosten, während die Kosten für eine Erstausbildung als Sonderausgaben mit Beschränkungen berücksichtigt werden können.

Worin besteht der Unterschied in der Abziehbarkeit als Werbungskosten bzw. als Sonderausgaben?

Der Unterschied zwischen Werbungskosten und Sonderausgaben ist eigentlich denkbar einfach: Werbungskosten sind beruflich veranlasst, Sonderausgaben sind privater Natur (z.B. Vorsorgeaufwendungen, Spenden, Unterhaltszahlungen usw,). Grundsätzlich können beide Arten steuerlich geltend gemacht werden.

Macht es für mich einen Unterschied, ob ich die Kosten als Werbungskosten oder Sonderausgaben abziehe?

Stehen den Aufwendungen laufende steuerpflichtige Einnahmen entgegen, ergibt sich oftmals tatsächlich kein Unterschied. In der Ausbildungszeit stehen den hohen Aufwendungen für die Ausbildung jedoch meistens noch keine oder nur sehr geringe Einnahmen gegenüber. Weiterhin sind die Einnahmen oftmals steuerfrei oder überhaupt nicht steuerbar (z.B. Unterhaltszahlungen der Eltern, BAFöG, Studienkredit). Daher übersteigen die Ausgaben regelmäßig die Einnahmen.

Die Folge: Steuerrechtlich ergibt sich ein Verlust. Durch sogenannte Verlustvorträge ist es möglich, diese Verluste in die Folgejahre zu übertragen und erst später zu verrechnen, wenn der oder die Auszubildende ins Berufsleben eintritt. Je nach Höhe der Aufwendungen kann hierdurch mitunter eine mittlere vierstellige Steuererstattung erreicht werden.

Der Clou: Verlustvorträge basieren auf einem sogenannten „negativen Gesamtbetrag der Einkünfte“, Sonderausgaben finden sich in der Berechnung dieses Gesamtbetrags allerdings nicht wieder, sondern kommen im Berechnungsschema erst später zum Abzug. Im Klartext heißt das: Mit Sonderausgaben lassen sich keine Verlustvorträge aufbauen, eine Verrechnung mit späteren Einkünften nach Ende des Studiums wird durch den Gesetzgeber somit unterbunden.

Nichtabziehbarkeit der Aufwendungen für eine Erstausbildung als Werbungskosten ist verfassungswidrig

Die oben beschriebene Sonderregelung hinsichtlich des Abzugs der Kosten für eine Erstausbildung wird seit Einführung scharf kritisiert. Auch der Bundesfinanzhof hat den § 9 Abs. 6 EStG in seiner jetzigen Form für verfassungswidrig befunden und dem Bundesverfassungsgericht zur Entscheidung vorgelegt.

Steuerberater Mirko Bucksteeg: „Kosten für eine Erstausbildung sind nicht privat, sondern beruflich veranlasst und gehören somit per Definition zu den Werbungskosten. Der § 9 Abs. 6 EStG verstößt gegen das objektive Nettoprinzip und ist damit verfassungswidrig. Ich bin überzeugt, dass auch das Bundesverfassungsgericht dieser Einschätzung folgen wird und erwarte eine Entscheidung noch im Jahr 2018.“

Ich befinde mich derzeit in einer Erstausbildung. Wie sollte ich mich verhalten?

Solltest du dir hinsichtlich der Abziehbarkeit deiner Aufwendungen für die Erstausbildung nicht sicher sein, wende dich gerne an das Team von diesteuererstattung.de um Steuerberater Mirko Bucksteeg. Auch wenn es sich um eine Erstausbildung handelt, werden wir deine Aufwendungen als Werbungskosten zum Ansatz bringen. Dies kann auch rückwirkend geschehen, also wenn du erst jetzt ins Berufsleben eingetreten bist und für die vergangenen Studienjahre keine Steuererklärung abgegeben hast.

Zwar wird das Finanzamt die Aufwendungen nicht als Werbungskosten anerkennen, über das Widerspruchsverfahren (unter Bezugnahme auf die Verfassungswidrigkeit des § 9 Abs. 6 EStG) können wir jedoch für dich erwirken, dass mit einer endgültigen Entscheidung abgewartet bis eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts hierzu ergangen ist. Entscheiden die Verfassungsrichter – wie erwartet – zu deinen Gunsten, wird das Finanzamt die Kosten nachträglich anerkennen. In diesem Fall darfst du dich möglicherweise über eine hohe Steuererstattung freuen. Gerne prüfen wir dies für dich.

Steuertipp: Wonach richtet sich mein persönlicher Steuersatz?

Eine häufige Frage an das Team von diesteuererstattung.de lautet: Wonach wird eigentlich bestimmt, wieviel Steuern ich auf mein zu versteuerndes Einkommen zahlen muss?

Herleitung: Besteuerung nach Leistungsfähigkeit gemäß Art. 3 GG

Aus dem verfassungsmäßig verbürgten Gleichbehandlungsgrundsatz entspringt nicht nur das Nettoprinzip (siehe auch: "Was sind Werbungskosten?"), sondern auch die Anpassung des individuellen Steuersatzes an die finanziellen Verhältnisse des Steuerpflichtigen.

Personen mit sehr hohen Einkommen sollen demnach auch über höhere Steuerzahlungen stärker an der Staatsfinanzierung beteiligt werden als Normalverdiener.

Lösung: Grundfreibetrag und progressiver Steuersatz

Dieses Prinzip wird durch zwei Regelungen verwirklicht.

  • Zum einen erfolgt bei Einkommen bis zur Grenze des Existenzminimums von derzeit 9.000 € gem. § x EStG überhaupt keine Besteuerung. Hierdurch soll verhindert werden, dass Personen ihren Lebensunterhalt auf einem Minimalniveau infolge des Steuerabzugs nicht mehr bestreiten können.
  • Zum anderen wird hinsichtlich der Einkommenshöhe Gem. § 32a EStG steigt der Steuersatz auf Einkommen im Grundtarif zwischen 9.000 € und 52.000 € von 14 % auf bis zu 42 % an.

Hierbei handelt es sich um den sogenannten "Grenzsteuersatz".

Demnach fallen auf ein zu versteuerndes Einkommen in Höhe von 52.000 € nicht insgesamt 42% Einkommensteuer an, sondern lediglich auf den letzten verdienten Euro.

Beispiel: Eine alleinstehende Person hat 2018 ein zu versteuerndes Einkommen von 55.000 €. Nur die "letzten" 3.000 € zwischen 52.000 € und 55.000 € werden im Grundtarif mit einem Einkommensteuersatz von 42% besteuert. Der Grundfreibetrag wird gar nicht besteuert, erst ab 9.000 € steigt der Steuersatz auf den jeweils letzten dazugekommenen Euro an. Es ergibt sich somit eine gesamte Steuerlast von ca. 15.300 € und ein durchschnittlicher Steuersatz von ca. 28 %.

Steuerersparnis von geltend gemachten Aufwendungen erfolgt zum Grenzsteuersatz!

Mandanten sind oftmals überrascht, wie hoch Ihre Steuererstattung ausfällt. Dies liegt daran, dass sich der Steuervorteil gerade nicht zum durchschnittlichen Steuersatz, sondern zum Grenzsteuersatz ergibt.

Beispiel: Eine alleinstehende Person mit einem bisher zu versteuernden Einkommen von 25.000 € macht pauschale Fahrkosten von 2.000 € geltend (z.B. 220 Arbeitstage im Jahr und ca. 30 km Fahrtweg zur Arbeit), die über die Werbungskostenpauschale von 1.000 € hinausgehen und senkt sein zu versteuerndes Einkommen damit um 1.000€ auf 24.000 €. Der durchschnittliche Steuersatz betrug zwar vorher lediglich ca. 16 %, der Steuervorteil beträgt aufgrund der Progression dennoch nicht nur 160 € sondern ca. 300 €!

Steuertarif ebenfalls entscheidend

Ebenfalls ist entscheidend, nach welchem Steuertarif die jeweilige Person besteuert wird. Nach dem Grundtarif (in der Regel für Alleinstehende) und dem Splittingtarif (in der Regel für Ehegatten) können unterschiedliche Steuerlasten und -vorteile vorliegen.

Werbungskosten und Sonderausgaben bei diesteuererstattung.de werden im Formular bei diesteuererstattung.de erfasst

Möchtest auch du prüfen lassen, ob du mit einer Steuererstattung rechnen kannst, lass uns deine Daten über unser Online-Formular zukommen. Wir prognostizieren dann unverbindlich deine Steuerlast und mögliche Steuererstattung.

Solltest du dich anschließend dazu entscheiden, uns mit der Erstellung deiner Steuererklärung auf Basis deiner Angaben beauftragen zu wollen, sind wir dir auch hierbei gerne behilflich.

Solltest du noch Fragen zu Kosten, Registrierungsprozess oder Ähnlichem haben, kontaktiere uns gerne über unser Kontaktformular oder telefonisch unter 040 605 905 75.

Steuertipp: Lohnsteuer und Einkommensteuer – wo liegt der Unterschied?

Nach landläufiger Meinung handelt es sich bei der Lohnsteuer und der Einkommensteuer um das Gleiche. Hierbei handelt es sich um den wohl um einen der am weitesten verbreiteten Irrtümer im deutschen Steuerrecht. Bei der Lohnsteuer handelt es sich genau genommen nämlich um eine spezielle Erhebungsform der Einkommensteuer und stellt somit nur einen Teil der Einkommensteuer dar.

Einkommensteuer

Der Einkommensteuer unterliegt gemäß § 1 Abs. 1 EStG grundsätzlich jede natürliche Person mit Wohnsitz oder regelmäßigem Aufenthaltsort in Deutschland. Die Einkommensteuer umfasst bis auf wenige Ausnahmen jede Art von Einkommen: Steuerpflichtig sind Gehaltszahlungen aus Anstellungsverhältnissen, stundenabhängige Lohnzahlungen aber auch Mieteinkünfte und Zinsen. Neben den Lohn- und Gehaltszahlungen („nichtselbständige Einkünfte“) sind unterliegen selbstverständlich auch Einkünfte aus Selbständiger Tätigkeit oder Gewerbebetrieb von Selbständigen und Unternehmern der Einkommensteuer.

Lohnsteuer

Da das Einkommen von Selbständigen und Unternehmern nicht immer gleich hoch ist, sondern je nach Auftragslage schwankt, kann hier kein fester monatlicher Betrag berechnet werden, mit der die Steuerschuld beglichen werden kann. Aus diesem Grund hat jeder Selbständige bzw. Gewerbetreibende die Pflicht, im Rahmen seiner Steuererklärung seine Einkünfte dem Finanzamt offenzulegen. Anhand dieser Angaben kann dann die Steuerschuld ermittelt werden. Damit diese nicht erst gesammelt am Jahresende beglichen werden muss, verlangt das Finanzamt regelmäßig unterjährige Vorauszahlungen.

Bei Angestellten und Arbeitern erfolgt der Steuerabzug dagegen sofort bei Auszahlung des Gehalts oder Lohns in Form der Lohnsteuer.

Lohnsteuer ist Vorauszahlung auf die Einkommensteuer

Bist du als Steuerpflichtiger nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet (siehe hierzu auch: Einmal Steuererklärung – immer Steuererklärung?), gilt die Einkommensteuer für dich mit der einbehaltenen Lohnsteuer als abgegolten. Oftmals lohnt sich jedoch die Abgabe einer Steuererklärung, da auf diese Weise die Geltendmachung von Aufwendungen möglich ist. In diesem Falle gilt die gezahlte Lohnsteuer als Vorauszahlung auf die festzusetzende Einkommensteuer. Waren die Vorauszahlungen höher als die letztendlich festgesetzte Einkommensteuer kannst du mit einer Steuererstattung, also einer Rückzahlung der zu viel entrichteten Steuern rechnen.

Hilfe bei deiner Einkommensteuererklärung – diesteuererstattung.de

Im Gegensatz zu Selbständigen und Unternehmern dürfen sich viele Angestellte und Arbeiter aussuchen, ob sie eine Einkommensteuererklärung abgeben wollen. Ob diese Option sich auch für dich finanziell lohnt bzw. ob du zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet bist, kann unser Team von diesteuererstattung.de für dich prüfen. Reiche uns gerne deine Daten und Belege über unser Formular (LINK) zur unverbindlichen Prüfung ein. Wenn alle Daten vorhanden sind, ermittelt Steuerberater Mirko Bucksteeg, ob du mit einer Steuererstattung rechnen kannst und wie hoch diese gegebenenfalls ausfällt. Erst dann entscheidest du, ob du uns mit der Erstellung beauftragen möchtest. 

Steuertipp: Was sind Werbungskosten?

Liest man Beiträge zur steuerlichen Absetzbarkeit bestimmter Aufwendungen, wird man immer wieder mit dem Begriff „Werbungskosten“ konfrontiert. Anders als der Wortlaut zunächst vermuten lässt, haben Werbungskosten mit dem Begriff „Werbung“ per se zunächst nichts zu tun.

Herleitung: Objektives Nettoprinzip

Die Bedeutung der Werbungskosten lässt sich am besten anhand des sogenannten „objektiven Nettoprinzips“ herleiten. Nach dem verfassungsmäßig verbürgten Leistungsfähigkeitsprinzip gemäß Art. 3 GG muss sich die Steuer nach der Leistungsfähigkeit des einzelnen Steuerpflichtigen richten. Hierfür dürfen nur die Nettoeinnahmen des Steuerpflichtigen herangezogen werden.

Bei Unternehmern und Selbständigen sind die Nettoeinnahmen der Gewinn, also die Betriebseinnahmen abzüglich der Betriebsausgaben bzw. der Bilanzgewinn.

Das gleiche Prinzip gilt bei Arbeitnehmern: Lediglich der Überschuss der Einnahmen über deren Werbungskosten darf besteuert werden.

Wie sind Werbungskosten definiert?

Werbungskosten sind gemäß § 9 Abs. 1 EStG Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen. Neben dieser allgemeinen Definition liefert der Gesetzgeber zahlreiche Beispiele von Ausgaben, bei denen es sich in jedem Fall um Werbungskosten handelt. Dennoch können auch nicht explizit genannte Aufwendungen zu den Werbungskosten zählen, wenn Sie unter die oben genannte Definition fallen. Dies gilt auch, wenn diese Ihren Zweck nicht erreicht haben (sogenannte „vergebliche Werbungskosten“, z.B. Aufwendungen für Bewerbungen, obwohl du die Stelle leider nicht erhalten hast).

Typische Werbungskosten sind:

  • Kosten für Fahrten zur Arbeitsstätte, die auch pauschal mit 0,30 € pro Entfernungskilometer und Arbeitstag angesetzt werden können (selbst wenn Sie z.B. in einer Fahrgemeinschaft oder mit dem Rad zur Arbeit gefahren sind)
  • Reisekosten für Dienstreisen
  • Kosten für Werkzeuge
  • Berufskleidung (z.B. Blaumann, Sicherheitsschuhe, Arztkittel, Robe etc.)
  • Fachbücher, Zeitschriften und Lehrmaterialien sowie Weiterbildungen
  • Kosten für eine Berufsausbildung (siehe auch „Sind Kosten für eine Berufsausbildung absetzbar?“)
  • Gewerkschaftsbeiträge
  • Kosten für eine Zweitwohnung
  • Bewerbungskosten (z.B. Druckkosten, Fahrtkosten zu Bewerbungsgesprächen)
  • Unter Umständen auch Kosten für einen Rechtsstreit mit dem Arbeitgeber

Müssen alle Aufwendungen belegt werden?

Grundsätzlich gewährt dir das Finanzamt eine Werbungskostenpauschale in Höhe von 1.000 € auch ohne Nachweis jeglicher Werbungskosten. Sollen jedoch höhere Werbungskosten geltend gemacht werden, müssen diese durch Rechnungen bzw. Verträge nachgewiesen werden. Dennoch ist es möglich, durch entsprechende Pauschalen (z.B. für beruflich bedingte Umzüge oder oben genannte Pauschale für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte) mehr als 1.000 € Werbungskosten geltend zu machen, ohne diese nachweisen zu müssen.

Hilfe bei der Geltendmachung deiner Ausgaben bei diesteuererstattung.de

Auf unserem Online-Formular kannst du sämtliche Daten inklusive der Belege eintragen und unverbindlich von uns prüfen lassen.

Steuerberater Mirko Bucksteeg: Gib im Zweifel alle Aufwendungen die mit deiner beruflichen Tätigkeit in Zusammenhang stehen bei deiner Registrierung mit möglichst genauer Beschreibung an. Unsere Mandanten sind oftmals überrascht, welche Kosten alle steuerlich absetzbar sind. Das Team von diesteuererstattung.de gibt dir dann Rückmeldung, welche dieser Aufwendungen du geltend machen darfst, damit deine Steuererklärung rechtssicher ist. Ebenfalls prüfen wir, ob der Ansatz bestimmter Pauschalen für dich vorteilhafter ist.

Die Prüfung deiner Daten und die Prognose, ob du mit einer Steuererstattung rechnen kannst bzw. wie hoch diese ausfällt ist bei diesteuererstattung.de immer unverbindlich. Erst nachdem wir deine Steuer überschlägig berechnet haben, entscheidest du dich, ob du uns mit der Erstellung deiner Steuererklärung beauftragen möchtest. Wenn du dich dagegen entscheidest, fallen keine Kosten an.